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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Samstag, 20.01.2018
MEDIADATEN

Dieser MAN TGS 26.480 zieht einen Auflieger mit mittig montiertem Kran. Damit lassen sich vier Stöße Drei-Meter-Holz über die gesamte Länge des Aufliegers laden. Foto: HellekesUnternehmer Teich setzt die selbe Sattelzugmaschine für Auflieger und Anhänger ein

So schön es auch immer sein mag, sich mit Technik zu umgeben – die Wirtschaftlichkeit steht bei vielen Unternehmen doch im Vordergrund. Darum schaffte sich der Forstdienstleister Rainer Teich einen maßgeschneiderten Holzzug an.

 

Seit über 30 Jahren rückt und schneidet der Münsterländer Rainer Teich als selbständiger Unternehmer Holz. Da er aber auch mit Holz handelt, kauft Teich manchen Bestand auch „auf dem Stock“. Somit muß das selbstgeworbene Holz nicht nur mit Forstmaschinen aus dem Busch an die Waldstraße, sondern auch zum Sägewerker transportiert werden.
Dieses Holz lieferte Teich lange Zeit frei Werk mit einem Actros 2648 MP 1. Dafür setzte er einen gebrauchten Logo-Sattelauflieger von Doll ein, den er allerdings beim Wittgensteiner Fahrzeugbauer Kraemer in Erndtebrück geordert hatte. Diesem Sattelauflieger rüsteten die Kraemer- Monteure einen Loglift-Ladekran nach, den sie mittig montierten. Für den reinen Forstmaschinentransport nutzte Teich bereits einen dreiachsigen Tiefbett-Anhänger.
Nun war der eingesetzte Actros MP 1 Baujahr 1998 und somit schon etwas in die Jahre gekommen. Zudem erfüllte der betagte Stern nur die Abgasnorm Euro 2, was höhere Mautgebühren bedeutet – ein Nachteil, der sich bei Teichs vielen Autobahnkilometern zunehmend bemerkbar machte. Und auch der Kraftstoffverbrauch war dem Unternehmer wegen des verbauten V8-Motors zu hoch. Schlußendlich war die 6x2-Achskonfiguration des Actros zwar für den Holztransport auf der Straße, aber dauerhaft nicht für den Einsatz im Wald geeignet. Da man sich im Holztransport mit nur einer Triebachse selbst auf einer Bananenschale festfährt, läßt sich natürlich auf einem matschigen Waldweg kein Staat machen. Also suchte Teich vor vier Jahren nach einer wirtschaftlicheren Lösung. Nach seinen Vorstellungen benötigte er jetzt einen Lkw, der für sämtliche Transportaufgaben eingesetzt werden konnte. Der Plan: Eine Sattelzugmaschine mußte her sowie ein neuer Sattelauflieger für den Holztransport. Der Clou: Die Zugmaschine sollte nicht nur den neuen Sattelauflieger mit geladenem Holz ziehen können, sondern auch den im Betrieb vorhandenen Tiefbettanhänger, mit dem die Forstmaschinen transportiert werden. Der Sattel-Lkw benötigte also allerlei Extras, um ihn auch an einen Anhänger ankoppeln zu können – und das betraf nicht nur eine Anhängerkupplung.

Zwangslenker mit Zusatzlenkung

Rainer Teich hatte also genaue Vorstellungen, welche Anforderungen der Truck erfüllen sollte, und auch der Sohn, Bernd Teich, hatte einiges mitzureden, denn er sollte der Fahrer dieses neuen Trucks werden. Wieder konsultierte Teich den Fahrzeugbauer Kraemer. Grundsätzlich wollten beide Unternehmer für die Holztransporte eine Sattelzugmaschine mit Zusatzhydraulik. Denn der Kran für den neuen Holztransport-Auflieger benötigt zusätzliches Öl. Außerdem sollte der Auflieger neben der üblichen Zwangslenkung eine Zusatzlenkung bekommen, die ebenfalls nach mehr Öl verlangt. Damit der Truck aber auch genügend Traktion auf den Boden bringt, wenn er den Tiefbettanhänger mit einem Harvester oder Forwarder obendrauf schleppt, sollte noch eine Ballastpritsche des Vorgänger-Lkw ohne große Umbauarbeiten auf das neue Zugpferd verpflanzt werden können. Denn Ballast bringt Traktion. Womit endlich auch die Anhängerkupplung ins Spiel kommt, die der Sattelzug-Lkw zusätzlich benötigte. Teich wünschte sich eine Anhängerkupplung von Rockinger sowie zusätzliche Anschlüsse für Elektrik und Bremsanlage am Heck. Denn während der Auflieger über die Anschlüsse an der Rückwand des Fahrerhauses versorgt wird, ist der Tiefbettanhänger am Lkw-Heck angekoppelt, benötigt also dort seine Anschlüsse für Elektrik und Bremse.
Alle Wünsche der Unternehmerfamilie Teich bildeten für den Fahrzeugbauer Kraemer aber keine große Herausforderung und wurden promt erfüllt: Am Ende können Rainer Teich und sein Sohn Bernd einem nage neuen MAN mit Euro-5-Triebwerk stolz auf die Motorhaube klopfen. Der neue trägt den langen Namen MAN TGS 26.480 6x4H-2 BLS LX. Dahinter steckt eine Dreiachser-Sattelzugmaschine mit einem 26-Tonnen-Fahrgestell, einer Leistung von 480 PS und einem LX-Fahrerhaus mit Hochdach. BLS steht für eine Sattelzugmaschine, die vorne blatt- und hinten luftgefedert ist, und die Bezeichnung 6x4H-2 bezeichnet den MAN-Hydro-Drive, einen hydraulischen Vorderradantrieb mit in diesem Fall liftbarer Nachlaufachse. [...]

Frank Hellekes

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI März 2015 erschienen.



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