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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Freitag, 19.01.2018
MEDIADATEN

Das Holz wird mit einem zweigeteilten Laufwagen ins Tal gebracht und dann mit dem Woody 60 am Hitachi-Bagger aufgearbeitet und gepoltert.
Im Bürgerwald im Trentino wird die Schlittenwinde mit dem Hubschrauber hochgeflogen

Das Trentino in Italien ist eine sogenannte Autonome Republik, ebenso wie die autonome Nachbarrepublik Südtirol. In diesen beiden Republiken scheinen die Uhren etwas anders zu gehen als im Rest von Italien. Man pflegt hier selbst zu denken und größtenteils auch autonom zu handeln. Die Autonome Republik Trentino ist für ihre steilen Berge und das prächtige Holz, das bis in eine Höhe von 1.500 Metern stockt, bekannt.

Seinen Scorpion setzt Unternehmer Gerhard Grießer sehr flexibel ein. Ziel ist immer, die Bäume ohne Schaden zu fällen.

Der Ponsse Scorpion in der Praxis – Forstunternehmer Gerhard Grießer ist ziemlich begeistert

Oftmals wurde über den neuen Harvester Scorpion bereits berichtet. Nun besuchte FORSTMASCHINEN-PROFI den Unternehmer Gerhard Grießer, um zu fragen, wie sich der Ponsse-Wunderknabe im forstlichen Alltag schlägt. Und der Profi ist überzeugt: die Trumpfkarte Scorpion sticht.

Der BHST 1740 „Haas Raptor“ überzeugt mit einer noch größeren Reichweite und einem nivellierbaren Oberwagen, so daß er auch im Hang einsetzbar ist. / Foto: BärtschHass in Bad Hindelang zeigte Profi-Forsttechnik – Raptor mit 17,40 Meter Reichweite

Am 20. und 21. September fand in Bad Hindelang bei der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Firma Haas eine Hausmesse statt. Dabei wurden neben der bekannten Palette von John Deere Skiddern, Harvestern und Forwardern auch einige interessante Eigenentwicklungen und Umbauten gezeigt und auch vorgeführt. Die Besucher kamen denn auch aus ganz Europa, ja sogar aus Südamerika reiste eine Delegation an. Für Speis und Trank war dabei ebenso gesorgt wie für Unterhaltung.

Ein Gebirgsharvester wie dieser TST 800 4t kann alleine arbeiten, während bei Standard-Seilkranen stets eine weitere Maschine beim Aufarbeiten des Holzes benötigt wird.
Extrem nasser Spätsommer legt in vielen Wäldern
Österreichs die Arbeit lahm

Anfang September ist Holzmesse in Klagenfurt, das ließe sich doch prima mit einer Einsatzreportage im südlichen Österreich verbinden – so jedenfalls die Idee. Gleich der erste Anruf bringt einen Treffer: „Ja, ich weiß einen interessanten Betrieb, ich geb’ dir mal die Nummer.“ Als auch der genannte Unternehmer prompt zusagt, könnte die Stimmung kaum besser sein.

 

Der Zehnrad-Buffalo mit aufgezogenen Bändern rückt nur in den Gassen, das Holz wird danach am Hauptweg abgeladen, ohne daß die Bänder oder Ketten den Hauptweg berühren. / Foto: Landpixel

Forstunternehmer Thomas Wollborn arbeitet mit dem entkoppelten Verfahren

Mit den richtigen Maschinen und der passenden Ausstattung kann auch bei Regenwetter gerückt werden. Der Forstunternehmer Thomas Wollborn wendet ein entkoppeltes Verfahren an. Aber dieses bodenschonende Verfahren erfordert Augenmaß und ist kein Freifahrtschein für das Rücken bei Dauerregen. Das Verfahren kann allerdings nur gut funktionieren, wenn der Unternehmer die Mehrkosten dafür auch bezahlt bekommt – sonst besteht die „Hauruck-Gefahr“.

Mit den acht Rädern auf vier Bogieachsen geht der neue Logset im Hang entschieden besser als eine Sechsradmaschine. Finnen reagieren mit dem Achtradharvester auf die geänderten Anforderungen des Marktes

Eigentlich ist das ein alter Hut, der neue Achtradharvester bei Logset, denn schon von 1993 bis 2001 wurden die Achtradharvester 500H, 504H und 506H gebaut. Allerdings sahen die etwas anders aus als die heutige Titan-Harvesterserie. Das Unterscheidungsmerkmal „auf den ersten Blick“ war die Farbe.

Auch mit aufgebauter Klemmbank können Fixlängen gerückt werden.Timberjack 810B mit Sattelkupplung und Klemmbank / Gefertigt in zehn Stunden aus Altteilen

Mit 25.000 Betriebsstunden auf dem Buckel ist ein Forwarder oft reif für den Schrottplatz. Bei der Maillinger GmbH sieht man das anders: Die Bayern arbeiten nicht nur mit einem Timberjack 810B, der einen solchen Stundenzählerstand aufweist, sondern statteten die Maschine kürzlich sogar mit einer Klemmbank aus. Warum eine Aufrüstung auch im biblischen Maschinenalter sinnvoll sein kann und wie der Betrieb dabei pfiffig auf vorhandene Bauteile zurückgriff, haben wir uns einmal angesehen.

Der Vergleich zum Pkw zeigt sehr deutlich, welche gewaltige Menge Holz auf den Rückezug geladen wurde.Mit dem Zwanzigtonner Rückezug Komatsu 895 im schwedischen Windwurf unterwegs

Dieses schwedische Holz ist ein Gedicht. Einmal von der Dichte der Jahresringe her, aber auch wie es dicht an dicht links und rechts neben der Rückegasse in rauhen Mengen auf riesigen Rauhbeugen liegt. Und wenn wir hier schon beim „dichten“ sind: Der Boden wird auch durch sehr schwere Maschinen nicht ein bißchen verdichtet, denn erstens sitzt hier der strenge Frost eines schwedischen Winters noch ganz tief drin, zweitens hat der Harvesterfahrer eine dichte Reisigmatte hingelegt, auf der es sich sehr weich und angenehm laufen und fahren läßt. Hier wird auf eine sehr effektive Weise Holz gerückt, hier lohnt sich die Leistung für den Forstunternehmer (wieder) ...



Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift FORSTMASCHINEN-PROFI lesen.
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