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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Donnerstag, 20.09.2018
MEDIADATEN
hefd_hacken_gr... und zwar über 50.000 Srm im Jahr


Die Firma HEFD dürfte dem einen oder anderen treuen Forstmaschinen-Profi-Leser ein Begriff sein: In der September-Ausgabe des Jahres 2006 berichteten wir ausführlich über das im Odenwald ansässige Unternehmen und seine beiden jungen Inhaber, die ihr Geld mit Wärmecontracting verdienen. Inzwischen beliefert HEFD 14 Gebäude mit Wärme, die in der eigenen Biomasseheizanlage erzeugt wird. Hierfür werden jede Menge Hackschnitzel benötigt. Um in Zukunft noch wirtschaftlicher und flexibler arbeiten zu können, bekam HEFD im November 2009 einen besonders leistungsfähigen Hacker – und sogar den weltweit ersten seiner Art.

Bisher erzeugte Firma HEFD ihre Hackschnitzel mit einem 400 PS starken Hacker, der auf einem Tandemachs-Fahrgestell montiert war. Das Gerät wurde 2006 angeschafft, stellte die Firmeninhaber Jörg Fuhr (28) und Alexander Dörsam (32) aber nicht völlig zufrieden. Beim neuen Hacker sollten deshalb einige Dinge anders gelöst sein, das lehrte die vierjährige Erfahrung.

Pfiffige Idee: Eigenbau-Hakenlift-Anhänger auf Basis eines alten Hakenlift-Lkw.Bei der neuen Maschine setzen die beiden deshalb auf eine auf einem Lkw aufgebaute Variante. Besucher der letztjährigen Agritechnica in Hannover konnten den Hacker schon in Augenschein nehmen, er war – bereits mit HEFD-Beklebung versehen – Exponat auf dem Stand der Firma Waldburg Forstmaschinen Wolfegg (WFW). WFW ist Importeur von Bruks-Hackern und präsentierte mit der HEFD-Maschine sogar eine „Weltneuheit“: Bislang hatte niemand einen Bruks-Hacker auf einen MAN-Lkw aufgebaut. Das ist natürlich hauptsächlich der schwedischen Herkunft der Firma Bruks geschuldet, die vorrangig Trägerfahrzeuge heimischer Produktion verwendet. Ein Hacker auf einem MAN-Lkw ist nun aber nichts Besonderes, und auch der Antrieb direkt durch den Lkw-Motor gehört inzwischen zum Standardrepertoire aller größeren Hackerhersteller. Verständlicherweise, bietet diese Bauweise doch viele Vorzüge. Zum einen wird der Motor besser ausgelastet und tuckert während der Hackarbeit nicht nur zur Versorgung der Kranhydraulik vor sich hin – was ja auch noch zusätzlich Kraftstoff verbraucht. Zum anderen spart man durch den Verzicht auf einen zusätzlichen Motor Gewicht, vor allem kann die Maschine aber kurz und damit wendig gebaut werden. Mit nur 3,60 Meter Radstand kommt der Dreiachser sehr kompakt daher, die lenkbare Hinterachse sorgt für eine weitere Verbesserung der Wendigkeit. Eine liftbare Hinterachse ist bei solch schweren Aufbauten oft nicht zu realisieren; HEFD hat sie dennoch bekommen,  was der gewichtssparenden Bauweise der Bruks-Hacker ohne Siebkorb und Auswurfgebläse zu verdanken ist (siehe dazu auch Ausgabe Juli 2009, Seite 32).

hefd_leute_grAls Hackaggregat kommt an dieser Maschine das Bruks 805 CT zum Einsatz. Der Einzug mißt 85 Zentimeter in der Breite und 72 Zentimeter in der Höhe, die Hacktrommel mit 80 Zentimeter Durchmesser soll Stämme bis 50 Zentimeter Durchmesser verarbeiten können. Der Lkw-Motor leitet seine 480 PS über ein verstärktes Verteilergetriebe an den Hacker. Sämtliche Aufbauten wurden von der MAN-Vertragswerkstatt Toni Maurer ausgeführt, die große Erfahrung im Spezialfahrzeugbau hat. Die Türkheimer bringen einen zusätzlichen Hilfsrahmen am Lkw-Rahmen an, auf dem Hacker und Kran montiert werden. Das umgebaute Fahrzeug behält dabei die volle Werksgarantie, erklärt WFW-Verkäufer Stefan Schmid.
Jörg Fuhr und Alexander Dörsam bestellten ihren neuen Hacker mit einigen Extras. Dazu zählen ein verlängertes Auswurfrohr und ein klappbarer Rolleneinzugstisch: „Der ist viel haltbarer als ein Kettenförderer“, meint Jörg Fuhr. Die Messer der Hacktrommel sind durchgehend und somit eher für Schlagabraum und Schwachholz geeignet. Alternativ bietet Bruks eine Trommel mit zwei halblangen Messern, die ihre Vorteile bei stärkerem Rundholz haben.

HEFD produziert jährlich über 50.000 Schüttraummeter Hackschnitzel – die Hälfte im Lohn, die andere Hälfte für die eigene Feuerung. Der Eigenbedarf wird am Hackplatz außerhalb Gras-Ellenbachs, dem HEFD-Firmensitz, gehackt. Hier lagern stets um die 8.000 Festmeter Rundholz, das sowohl aus privatem als auch aus staatlichem Waldbesitz stammt. Kleinere Mengen werden per Traktor und Ladewagen zum Kunden gebracht, für größere Aufträge stehen 13 Container parat, die mit einem Eigenbau-Hakenlift-Anhänger befördert werden. Seit gut einem Jahr besitzt HEFD zudem einen Lkw mit Abrollcontainer und 80 Kubikmeter Fassungsvermögen. Je länger die Transportstrecke ist, umso höher fällt die Ersparnis zugunsten des Lkw aus. Hauptgründe sind der hohe Reifenverschleiß und die hohen Reifenkosten beim Traktor. Jörg Fuhr schätzt, daß ein mittellanger Transport mit dem Lkw nur halb so viel kostet wie mit dem Traktor – und schneller ist er obendrein.
Die oft praktizierte Hacker-Bedienung aus einem verglasten Führerhaus heraus fand in den Augen der beiden HEFD-Inhaber keine Gnade: Die Übersicht ist Ihnen einfach zu schlecht, nicht nur beim Beschicken, sondern vor allem beim Auswerfen. Aus der hochfahrbaren Krankabine – die neue Epscab-Generation von Epsilon mit viel Platz, Heizung und Klimaanlage – läßt sich viel besser beobachten, was im Container vor sich geht.

www.wfw.net
www.hefd.de

Jan Biernath



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