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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Samstag, 20.01.2018
MEDIADATEN

11_2011_demo_grUnternehmer aus dem Nordschwarzwald kommen mit Maschinen zur Demo

Forstunternehmer und Waldbesitzer aus Baden-Württemberg trafen sich jetzt mit der Redaktion Forstmaschinen-Profi. Alle Forstunternehmer sind im nördlichen Schwarzwald ansässig und auch seit einiger Zeit Mitglieder in der IG, also in der Interessengemeinschaft „Unser Nordschwarzwald“. Die grünrote Landesregierung plant bekanntlich, dort einen Nationalpark einzurichten. Das trifft nicht gerade auf Sympathien bei der einheimischen Bevölkerung, jedenfalls so lange diese Bevölkerung vom Wald lebt und im Wald arbeitet. Mittlerweile hat diese Interessengemeinschaft schon 3.000 Unterschriften gegen den „Nationalpark Nordschwarzwald“ gesammelt.


„Wir wollen den Nationalpark nicht, der beste Schutz für den Wald ist die Nutzung. Bis jetzt ist hier der Naturpark Schwarzwald Nord, mit dem eigentlich alle zufrieden sein können“, sagt Christian Seyfried aus Bad Wildbad, der sich als Forstunternehmer von den Nationalparkplänen in seiner Existenz bedroht sieht. Aber nicht nur Christian Seyfried spricht sich gegen diesen Nationalpark aus. Auch sein Kollege Veit Schmieder, ein Forstunternehmer aus Dornstetten, ist an diesem Tag bei dem Gespräch mit der Redaktion Forstmaschinen-Profi dabei. Ebenso wie der Forstunternehmer Manfred Haag (57) und der Waldbesitzer Karl Sack- mann (59), die sich ebenfalls deutlich gegen den geplanten Nationalpark aussprechen. 

11_2011_demom_grSackmann ist FBG-Vorstand in der Gemeinde Seewald mit über 2.000 Hektar Anteilsfläche und zirka 110 Mitgliedern, die alle geschlossen gegen diesen Nationalpark sind. Die Forstunternehmer der Gegend haben sich untereinander zusammengefunden und auch mit den Waldbesitzern Kontakt gesucht. Forstunternehmer und ihre Mitarbeiter sowie die Familien der Unternehmer und Waldbesitzer sind vom geplanten Nationalpark in ihren beruflichen Existenzen bedroht. Sollte es zu einem Park kommen, müßten sie mit den Maschinen in andere Regionen Deutschlands ausweichen, dort andere Unternehmer verdrängen und sozusagen Forstunternehmertourismus betreiben. So würden Lkw mit angehängten Tiefladern und Forstmaschinen darauf den Straßenverkehr noch mehr belasten und somit natürlich auch die Umwelt. Da ist nichts mehr mit regionaler Kreislaufwirtschaft, denn im Nationalpark findet keine Wertschöpfung mehr statt. In der Kernzone soll die Waldarbeit völlig verboten werden, und wie wir unsere Pappenheimer kennen, wird sich dann diese Seuche, darunter auch der Borkenkäfer, weiter ausbreiten.

Von Dieter Biernath (Text und Fotos)

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 11 / 2011 FORSTMASCHINEN-PROFI erschienen.



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