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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Donnerstag, 18.01.2018
MEDIADATEN

Seit zwei Jahren arbeitet Michael Schiller mit der Seppi Starsoil.Mulchen, Fräsen, Steine brechen – Michael Schiller arbeitet mit der Seppi Starsoil

Den Wirt anbohren und Eier in ihm ablegen, die ihn langsam töten – was Außenstehende mit der Filmreihe „Alien“ assoziieren könnten, ist für borkenkäfergeplagte Waldbesitzer grausame Realität. Mit dem Fällen und Rücken der befallenen Bäume ist es nicht getan, auch das im Bestand verbliebene bruttaugliche Material muß vernichtet werden.


Zielsicher manövriert Michael Schiller seinen Raumgleiter – pardon, gemeint war natürlich Traktor – in die erste Gasse des Mainzer Stadtwalds. Den endgültigen Sieg über den Käfer hätten im Film sicher Flammenwerfer übernommen, statt auf Verbrennen setzen die Verantwortlichen hier lieber aufs Mulchen. Das eingesetzte Gerät hört auf den Science-Fiction-verdächtigen Namen „Starsoil“, was sich mit „Sternenboden“ übersetzen läßt. Es stammt vom Südtiroler Hersteller Seppi M. und kann noch viel mehr als mulchen – aber genau darum geht es hier erst einmal.
Kürzlich waren die Käferbäume entnommen und gerückt worden, jetzt kümmert sich Michael Schiller ums verbliebene bruttaugliche Material. Mit Fendt und Starsoil soll in erster Linie die Käferpopulation eingedämmt werden, ganz nebenbei erschließt der 41jährige aber auch den Kiefernbestand: „Da wuchern extrem viel Brombeeren, Waldreben und Co.“ Für Mann und Maschine ist dies sicher eine der leichteren Aufgaben, nur einige immer wieder auftauchenden Stubben fordern die Technik ernsthaft. Da sich die Baumstümpfe in der Regel unter Schlagabraum verstecken, kommt die hohe Belastung meist unerwartet. Um die Gefahr von Schäden durch Überlast zu minimieren, stattet Seppi die Fräse Starsoil mit einer integrierten Drehmomentbegrenzung aus. Von dem Sicherheitssystem sollen im Fall der Fälle sowohl der Traktor als auch das Arbeitsgerät profitieren.
Die Arbeit in nur wenigen Zentimetern Tiefe erledigt die Starsoil mit links. Wirklich beeindrukkend zeigt sich das Endergebnis: Die Gassen sind so glatt und verdichtet, daß sie vermutlich von normalen Pkw befahren werden könnten, notfalls wohl auch ohne Allradantrieb – aber wer fährt schon mit nur einer angetriebenen Achse in den Wald ... Möglich wird die saubere Arbeit nicht zuletzt dank der hydraulischen Festigungswalze. Mit diesem optionalen Detail läßt sich die Arbeitstiefe bestimmen, aber eben auch der Boden rückverfestigen. Dies sorgt zudem dafür, daß der Boden nicht so schnell durch Wind austrocknet. Die Walze kann aber noch mehr: zum einen bestimmt sie die Arbeitstiefe, besonders gut gefällt sie Michael Schiller aber als Drückevorrichtung: „Die mitdrehende Walze erleichtert das Umdrücken, es kann nichts daran hängenbleiben.“ Die abgesenkte Walze verhindert zudem, daß Mulchgut wie Geschosse weggeschleudert wird – bei Arbeiten in Straßennähe senkt sie Schiller deshalb grundsätzlich ab.

Steinebrechende Mulchfrässau

Multifunktionale Dinge nennt man umgangssprachlich „eierlegende Wollmilchsau“. Das läßt sich mit Fug und Recht auch über die Seppi Starsoil sagen, wir haben es hier quasi mit einer „steinebrechenden Mulchfrässau“ zu tun. Das Gerät kann nicht nur Holz bis 40 Zentimeter Durchmesser mulchen, sondern fräst auch bis zu 40 Zentimeter tief in den Boden. Dabei läßt sich die Starsoil auch nicht von Steinen bis 30 Zentimeter Durchmesser aufhalten, denn die Forstfräse ist gleichzeitig auch ein Steinbrecher. Feste Werkzeuge mit Hartmetalleinsätzen, ein Gehäuse mit austauschbaren Verschleißplatten sowie gehärtet  Gegenschneiden, Brechleiste und -raster machen die Starsoil fit für harte Einsätze.
Will man Mulcher und Steinbrecher in einem Gerät haben, taucht ein Problem auf: Ein Steinbrecher arbeitet mit deutlich geringerer Drehzahl als ein Mulcher. Das ließe sich zwar durch Drosseln der Motor- und damit Zapfwellendrehzahl regulieren, doch bei weniger Drehzahl steht nun einmal auch weniger Leistung zur Verfügung – gerade beim Steinebrechen und tiefen Fräsen wird aber mehr Leistung benötigt. Gleiches gilt für das Umschalten der Zapfwelle von 1.000 auf 540 Umdrehungen pro Minute: Bei vielen Traktoren ist die 540er nur als E(conomy)-Version zu haben; die reduziert Motordrehzahl und Verbrauch, damit aber auch die Leistung. [...]

Jan Biernath

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI Juli 2016 erschienen.



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